Lebensführung und Vorsorge
Wer selbst etwas zur Unterstützung des Heilungsprozesses oder zur Verhinderung eines Rezidivs tun
will, für den sind die folgenden Ratschläge gedacht:
Weg mit der Zigarette
Der erste und wichtigste Rat bleibt auch für denjenigen, der bereits
Lungenkrebs hatte/hat: Aufhören mit dem Rauchen! Bei den Patienten, bei denen das Karzinom
erfolgreich entfernt wurde, sinkt dadurch das Risiko für ein Rezidiv und für alle Patienten
bessert sich durchs „Aufhören“ die Funktionsfähigkeit der Lunge.
Atmen traininieren
Mit atemgymnastischen Übungen gelingt es, die Lunge besser zu durchlüften und wieder mehr
Sauerstoff ins Blut zu transportieren. Die verbesserte Sauerstoffversorgung wiederum ist gut
für das Allgemeinbefinden und erhöht die Leistungsfähigkeit.
Gesund und vollwertig essen
Die klassischen Empfehlungen zur gesunden Ernährung sind schon deshalb für Patienten mit
Lungenkrebs besonders wichtig, weil viele infolge der Erkrankung und der Behandlung verstärkt
an Appetitstörungen und in der Folge an Gewichtsverlust leiden. Nach einem vielleicht auch durch
hochkalorische Zusatznahrung wieder erreichten Normalgewicht sind einschlägige Ratschläge wie
fünfmal am Tag Obst oder Gemüse schon eine gute Richtschnur.
Immer wieder vorgebrachte Krebsdiäten erscheinen unter wissenschaftlichem Gesichtspunkt wenig
sinnvoll. Besser ist es, zu essen, was einem schmeckt und verträglich ist; noch besser ist es,
wenn in dieser Wunschkost viel Obst und Gemüse (siehe oben!) enthalten ist.
Die Krankheit bewältigen
Der Umgang mit der Diagnose Bronchialkrebs und die Bewältigung der Krankheit ist für viele
Patienten mit Angst und Unsicherheit verbunden. Nach der Entlassung aus der Klinik kommt bei
den einen die Furcht vor dem Wiederauftreten hinzu, bei anderen bleibt die Angst vor dem
Fortschreiten der Krankheit.
Für eine erfolgreiche Krankheitsbewältigung ist nicht nur der Faktor Zeit wichtig, sondern
in aller Regel auch das offene Gespräch mit den Menschen, die einem nahe stehen. Freilich
besteht genau davor auf beiden Seiten oft eine große Scheu.
Die psychoonkologische Betreuung
kann auch in diesem Zusammenhang für viele Betroffene von großer Hilfe sein.
Psychosoziale Krebsbetreuung wird heute bereits in einer Reihe von Kliniken direkt als Teil
des Behandlungsplans angeboten; darüber hinaus gibt es psychosoziale Krebsberatungsstellen in
vielen Städten und Gemeinden.
MK August 2010
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