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Strahlentherapie

Strahlentherapie Bei der Strahlentherapie wird mit Hilfe energiereicher elektromagnetischer Wellen gezielt das bösartige Lungengewebe bestrahlt mit dem Ziel, über eine Schädigung der Erbsubstanz der Krebszellen einen Untergang des entarteten Gewebes zu erreichen. Die Bestrahlung erfolgt in aller Regel von außen (perkutan, also durch die Haut hindurch) und üblicherweise in bestimmten Zeitintervallen.
Zielgebiet der Strahlentherapie ist natürlich das Tumorareal; dazu wird die Behandlung z.B. mit Computersimulationen räumlich geplant. Eine Belastung des gesunden Gewebes lässt sich trotzdem nicht völlig vermeiden. Die Strahlentherapie wird deswegen auf viele Einzelbestrahlungen (jede dauert nur wenige Minuten) verteilt und in bestimmten Rhythmen durchgeführt. Mit dieser „Fraktionierung“ der Bestrahlung hält man die Belastung des gesunden Organismus in Grenzen, da sich gesunde Zellen in den „Bestrahlungspausen“ besser erholen als die bösartigen Zellen.

Zudem gibt es auch bei den Bestrahlungstechniken einen kontinuierlichen Fortschritt, der es erlaubt, die Bestrahlungsdosis zu erhöhen ohne das gesunde Gewebe zu stark zu schädigen. Freilich wäre es falsch, mögliche Nebenwirkungen hier nicht zu erwähnen: Meist 2-3 Wochen nach Behandlungsbeginn berichten viele Patienten über Hautrötungen im bestrahlten Bereich, über Kopfschmerzen und Übelkeit.

Die Strahlentherapie wird heute vor allem in vier Situationen eingesetzt:
  1. In Form der so genannten neoadjuvanten Therapie vor einer Operation, vielleicht auch zusammen mit einer Chemotherapie, um die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Operation zu erhöhen.
  2. Nach einer Operation, um möglicherweise verbliebene Krebszellen zu zerstören (diese Variante wird als adjuvante Strahlentherapie bezeichnet).
  3. Als alleinige Therapie, wenn eine Operation nicht möglich ist.
  4. Zur Linderung von Symptomen, wenn bereits Metastasen in anderen Körperregionen aufgetreten sind, hier spricht man von palliativer Therapie. Die Strahlentherapie kann hier zum Beispiel bei tumorbedingten Verengungen der Atemwege die Atemnot verringern. Dazu kann z.B. eine örtliche Bestrahlung durch eine über das Bronchoskop in die Lunge eingebrachte Strahlungsquelle erfolgen.



MK August 2010

Bild-Quelle:
istockphoto.com, © Snowleopard1
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