Operation

So lange beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom keine Metastasen in andere Körperbereiche
nachweisbar sind – und der Allgemeinzustand des Patienten es erlaubt – wird man immer zunächst
einen operativen Eingriff planen. Dabei wird das bösartige Lungengewebe komplett bis hin zum
gesunden Gewebe entfernt. Im Rahmen der Operation werden ebenfalls die Lymphknoten im befallenen
Lungenbereich, an der Lungenwurzel und zwischen den Lungenflügeln entfernt.
Natürlich ist es das wichtigste Ziel der Operation, den Tumor vollständig zu entfernen.
Auf der anderen Seite will man möglichst viel gesundes Gewebe erhalten, ein Ziel, das gerade
dann schwierig zu erreichen ist, wenn der Tumor zentral in der Lunge sitzt. Mit modernen
Operationsmethoden wie der bronchoplastischen oder angioplastischen Chirurgie kann man heute
jedoch z.B. unterbrochene Bronchien oder Blutgefäße wieder miteinander verbinden und so die
Funktionsfähigkeit der Lunge erhalten.
Die Lunge verfügt darüber hinaus selbst über ein erstaunliches „Reservepotential“, so können gesunde Lungenbereiche in begrenztem Umfang wachsen und zumindest teilweise Aufgaben des entfernten Gewebes übernehmen.
MK August 2010
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