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Ursachen

Rauchen Auch beim Lungenkrebs muss man davon ausgehen, dass unterschiedliche Faktoren an der Entstehung beteiligt sind. Bei einigen freilich sind die Zusammenhänge durch Laboruntersuchungen und große epidemiologische Studien sehr gut untersucht.

Rauchen

Seit der Einführung der ersten Tabakpflanzen nach Europa im 16. Jahrhundert ist die Diskussion um mögliche Krebsrisiken nicht mehr abgerissen. Bereits 1621 wurde über einen leidenschaftlichen Pfeifenraucher berichtet, der an Unterlippenkrebs starb. Vor rund 70 Jahren gab es in Deutschland erste große Untersuchungen zum Krebspotential des Rauchens – in der Folge wurden erste Nichtraucher-Kampagnen gestartet.

Tabakrauch ist damit der mit großem Abstand wichtigste Risikofaktor für das Lungenkarzinom. 30-40 Jahre nach Beginn des Rauchens – und in Abhängigkeit von der Anzahl der gerauchten Zigaretten pro Tag – ist das Erkrankungsrisiko gegenüber Nichtrauchern bis zu 60-fach erhöht.
Das Risiko des Passivrauchens ist dagegen vergleichsweise spät thematisiert worden. Heute allerdings ist in vielen Studien nachgewiesen, dass insbesondere über den so genannten Nebenstromrauch aus glimmenden Zigaretten krebserzeugende Substanzen freigesetzt werden, die das Lungenkrebsrisiko auch von Passivrauchern deutlich erhöhen. Die aktuelle politische Diskussion um den Nichtraucherschutz nimmt genau diesen Sachverhalt auf.

Berufliche Gefährdungen

Bis heute gelten Radon-Emissionen, die in einigen Regionen Deutschlands besonders hoch sind, als der zweitwichtigste Risikofaktor für Lungenkrebs. Darüber hinaus gelten u. a. Asbest, Uran und Chrom-Verbindungen als kanzerogen.
Schließlich gibt es Belege dafür, dass sich die Einzelrisiken potenzieren, wenn zwei Risikofaktoren kombiniert werden, wenn also z.B. ein Asbestarbeiter gleichzeitig raucht.

Sonstige Risikofaktoren

Ein Faktor, der immer wieder als möglicher Krebsauslöser benannt wird, ist die Luftverschmutzung.

Abfallstoffe aus der Verbrennung von Dieselkraftstoff stehen ebenso auf der Agenda wie das Stichwort „Feinstaub“, das in letzter Zeit verstärkt diskutiert wird. Eine abschließende Beurteilung der Karzinogenität lässt sich hier noch nicht treffen.

Dagegen ist nachgewiesen, dass Lungenerkrankungen wie Tuberkulose, die mit Vernarbungen in der Lunge verbunden sind, das Krebsrisiko ebenso erhöhen wie bereits stattgehabte Lungenkrebserkrankungen.



MK August 2010

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