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Prognose

Prognose Wenn erst die Diagnose „Lungenkrebs“ gestellt ist, ist die wichtigste Frage die nach der Prognose, also die Frage nach den Heilungschancen. Alle Antworten, die man heute darauf geben kann, begründen sich einzig und allein auf statistische Durchschnittswerte. Sie lassen also lediglich Aussagen zu einer Gruppe von Patienten zu, z.B. über alle neu diagnostizierten Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom oder über alle Patienten, deren Erkrankung als „Tx, N0, M0“ klassifiziert ist. Eine Aussage zum jeweiligen Einzelfall ist damit natürlich genauso wenig möglich, wie mit der Information, dass ein heute geborenes Kind eine Lebenserwartung von über 82 Jahren hat!

Wie bei allen Krebsarten ist die Prognose entscheidend vom Zeitpunkt der Diagnosestellung und damit vom diagnostizierten Stadium ab. Eine dauerhafte Heilung gelingt nur mit einer kompletten Zerstörung des Tumorgewebes. Die besten Aussichten dafür bietet ein operativer Eingriff, der immerhin bei rund 30% der Patienten in niedrigen Stadien mit guter Aussicht auf Erfolg durchgeführt werden kann. Ist ein operativer Eingriff nicht möglich, kann mit der Kombination aus Strahlentherapie und Medikamenten (Chemotherapie) die Erkrankung für eine gewisse Zeit, manchmal auch langfristig, kontrolliert werden. Aufgrund der wenig ausgeprägten Symptomatik werden Lungenkarzinome häufig allerdings erst sehr spät festgestellt, wenn bereits Metastasen aufgetreten sind. Eine Heilung ist dann in der Regel nicht mehr möglich. Durch eine Kombination unterschiedlicher Therapieprinzipien kann jedoch auch hier der Tumor für eine Zeit zurückgedrängt und sein Wachstum gebremst werden.


MK August 2010

Bild-Quelle:
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