Definition und Abgrenzung

Bösartige Geschwülste in der Lunge können als Tochtergeschwülste von bösartigen Tumoren in anderen Organen auftreten oder aber vom
Lungengewebe bzw. der Bronchialschleimhaut selbst ausgehen. Nur diese
letztgenannten Tumoren werden üblicherweise als Lungenkrebs bzw. Lungenkarzinom
bezeichnet.
In Deutschland werden jährlich rund 50.000 Lungenkarzinome
neu diagnostiziert – das Verhältnis von erkrankten Männern zu Frauen ist rund
3:1. Der Lungenkrebs ist damit die dritthäufigste Krebserkrankung überhaupt.
Der Altersgipfel der Erkrankung liegt um das 60. Lebensjahr.
Entsprechend dem mikroskopischen Erscheinungsbild werden vier Hauptformen von Lungenkarzinomen unterschieden:
- Plattenepithelkarzinom (25-40%)
- Adenokarzinom (25-40%)
- Kleinzelliges Lungenkarzinom (SCLC)
- Großzelliges Lungenkarzinom
Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der therapeutischen Möglichkeiten werden
nach dem gegenwärtigen Stand der Wissenschaft die oben genannten Gruppen 1,2 und
4 unter dem Begriff der nicht-kleinzelligen Lungenkarzinome zusammengefasst.
Da sich gerade in der Fachsprache der Krebstherapie viele englische Bezeichnungen
eingebürgert haben, findet man anstelle des deutschen Wortes häufig auch den
englischen Begriff „Non-small cell lunger cancer“ bzw. seine Abkürzung „NSCLC“.
MK August 2010
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